Mentorenprogramm

Schnellverweise: Konzept | Ziele und Rahmenbedingungen | Praktischer Ablauf

Das Konzept

Das Mentorenprogramm der Juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum möchte eine
individuelle Betreuung und Förderung der Studierenden vom ersten Semester bis zur
universitären Examensvorbereitung gewährleisten.


Ziele und Rahmenbedingungen des Mentorenprogramms

Studieren an der Universität unterscheidet sich vielfach vom Lernen, das aus der Schulzeit oder vielleicht aus einer Berufsausbildung bekannt ist. Um von Anfang an erfolgreich und mit Freude zu studieren, müssen die Bedingungen stimmen, unter denen gelernt und gelebt wird. Deshalb hat die Juristische Fakultät ein Mentorenprogramm geschaffen, das die Studierenden - dem Studienfortschritt angemessen - während ihrer universitären Ausbildung, begleitet. Wesentlicher Inhalt des Mentorenprogramms ist die individuelle Betreuung des Studienbeginns und die individuelle Beratung und Unterstützung zur Verbesserung des Studienerfolgs. In das Mentorenprogramm sind neben den teilnehmenden Studierenden die Lehrstühle und deren Mitarbeiter als Mentoren sowie studentische Tutoren einbezogen. Das Mentorenprogramm leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur sozialen Integration der Lehrenden, Studierenden und Absolventen, von der auch die wissenschaftliche Lehre und Forschung profitieren.

Für das Mentorenprogramm werden alle Studienanfänger in Mentorengruppen eingeteilt. Jede Mentorengruppe ist einem Lehrstuhl zugeordnet. Das Mentorenprogramm ist darauf angelegt, dass jeder Studierende an diesem Lehrstuhl sein erstes "akademisches Zuhause" findet. Durch die Stärkung der Kompetenzen und die rechtzeitige Unterstützung bei aufkommenden Schwierigkeiten jedes Studierenden bei gleichzeitiger Förderung sozialer Strukturen sollen die Bedingungen für das Studieren an der Ruhr-Universität positiv beeinflusst werden. Zusätzlich zu der Betreuung der Mentorengruppe bietet das Mentorenprogramm besondere Veranstaltungen an, die auf einzelne Studienschwierigkeiten eingehen und das Mentorenprogramm inhaltlich stützen (z.B. Klausurtrainingskurse). Das Mentorenprogramm steht neben den Lehrveranstaltungen, die weiterhin allein für die Vermittlung des Studienstoffs und Bewertung der Studienleistungen verantwortlich sind.

Die Teilnahme am Mentorenprogramm ist freiwillig, aber verbindlich. Diejenigen Studierenden, die am Mentorenprogramm teilnehmen und von seinen Angeboten profitieren wollen, müssen die mit dem Mentorat verbundenen Verpflichtungen übernehmen. Dazu gehört insbesondere die Teilnahme an den Treffen der Mentorengruppe.


Praktischer Ablauf und Inhalte

Nach einer Begrüßungsveranstaltung zu Beginn des ersten Semesters werden Mentorengruppen aus durchschnittlich 25 Studierenden nach dem Zufallsprinzip gebildet. Jede Gruppe wird einem Lehrstuhl zugeordnet, der die Studierenden in den darauf folgenden Semestern betreut.
Den Schwerpunkt des Mentorenprogramms bildet das Tutorium im ersten Semester. Dabei übernimmt zunächst ein Tutor oder eine Tutorin (erfahrene Studierende) die Leitung der Gruppe. Zu Beginn des Semesters werden in kompakter Form vier Orientierungstage durchgeführt. Ziel ist es dabei, die Studierenden mit allen wichtigen örtlichen Gegebenheiten vertraut zu machen und einen ersten Einblick in die Rahmenbedingungen der juristischen Ausbildung zu vermitteln." Im Rahmen dieser Orientierungstage findet auch der erste Kontakt zum betreuenden Lehrstuhl statt. Da gerade am Anfang eine intensivere Betreuung notwendig ist, trifft sich die Gruppe im ersten Semester während der Vorlesungszeit alle zwei Wochen zu einem festen Termin in Arbeitsgruppenräumen der Juristischen Fakultät. An drei Treffen nimmt der betreuende Lehrstuhl teil. Besonderes Augenmerk wird dabei im ersten Semester auf das Kennenlernen der Kommilitonen und das Arbeiten in angenehmer Atmosphäre gelegt. So stellen die einzelnen Mentorengruppen für jeden Studienanfänger eine erste sichere Bezugsgruppe dar. Außerdem werden vielfältige Informationen zum kulturellen Angebot und zu anderen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung in der Umgebung gegeben. Darüber hinaus besteht das Ziel, die Erwartungen der Teilnehmenden an den gewählten Studiengang bewusst zu machen und die im Studium gemachten Erfahrungen in der Gruppe zu reflektieren. Dabei wird auch das eigene Selbstverständnis als (angehende) Juristinnen und Juristen thematisiert. Auch werden in den Mentorengruppen hochschul- und fachspezifische Lern- und Arbeitstechniken vermittelt und eingeübt sowie zum Umgang mit Fachliteratur angeleitet. Zur Bildung von privaten Lerngruppen wird angeregt. Schließlich wird die Fähigkeit gefördert, sich in Gruppen zu äußern und Kritik zu üben, sowie eigene Interessen zu formulieren und Möglichkeiten ihrer Durchsetzung zu erkennen.

Ab dem zweiten Semester geht die organisatorische Betreuung der Gruppe auf einen Doktoranden des betreuenden Lehrstuhls über. Die Begleitung der Studienleistung und die individuelle Förderung rücken in den Vordergrund. Hierfür werden vom betreuenden Lehrstuhl regelmäßige Mentoratssprechstunden angeboten, in denen sich die Studierenden der Mentorengruppe an den Lehrstuhlinhaber wenden können.