Letzte Änderung: 22. September 2022

Bochumer Informationsrechts- und Informations- sicherheitstag

Hier finden Sie eine Übersicht über sie bisherigen Bochumer Informationsrechts- und sicherheitstage.

Bericht zum Drittem Bochumer Informationsrechts- und Infotmationssicherheitstag am 17. Juni 20121 zum Thema "Rechtsfragen des Einsetzens Künstlicher Intelligenz":

Am Donnerstag, dem 17.06.2021, fand der diesjährige Bochumer Informationsrechts- und Informationssicherheitstag zu dem Thema „Rechtsfragen des Einsatzes Künstlicher Intelligenz“ statt. Die Veranstaltung wurde vom Institut für Geistiges Eigentum, Datenschutz und Informationstechnologie (IGEDI) der Juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum und dem Bochumer Kreis Gewerblicher Rechtsschutz e.V. ausgerichtet. Ziel der Tagung war eine umfassende Behandlung der rechtlichen Fragen und Rahmenbedingungen rund um das Thema Künstliche Intelligenz. Aufgrund der pandemischen Umstände fand die Tagung mit knapp 100 Teilnehmern digital statt.

Insgesamt hat der dritte Bochumer Informationsrechts- und Informationssicherheitstag gezeigt, dass dem Thema „Künstliche Intelligenz“, vor allem in Bezug auf die Rechtsfragen und rechtlichen Rahmenbedingungen, noch stärkere Relevanz zukommt, als man es auf den ersten Blick ohnehin schon annehmen mag. Insgesamt kann von einer für alle Beteiligten lehrreichen, informativen und spannenden Konferenz gesprochen werden, die auf den vierten BO:IT freuen lässt.

Ein ausführlicher Tagungsbericht wird in Kürze in der GRUR veröffentlicht.

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Zweiter Bochumer Informationsrechts- und Infotmationssicherheitstag am 6. Juni 2019 zur EU-ePrivacy-Verordnung:

Am 6. Juni.2019 fand der zweite Bochumer Informationsrechts- und Informationssicherheitstag zum Thema „ePrivacy: Auf dem Weg zur Modernisierung durch bereichsspezifische Regelungen im Bereich der elektronischen Kommunikation und des Online-Marketings?“ statt.

Tagungsort/-zeit:
Bochum - 6.6.2019 - 10:00-17:00 Uhr
Blue Square Bochum, Kortumstraße 90, 44787 Bochum

 

Hintergrund:

Am 25. Mai 2018 ist mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) ein neues Kapitel des EU-Datenschutzrechts aufgeschlagen worden. Dieses Kapitel soll nach einer Initiative der EU-Kommission voraussichtlich um Vorschriften einer  EU-ePrivacy-Verordnung (Verordnung über Privatsphäre und elektronische Kommunikation) ergänzt werden. Aufbauend auf den Regelungen der DS-GVO soll die geplante EU-ePrivacy-Verordnung ein neues bereichsspezifisches Regelwerk schaffen, das einen besseren Schutz der Privatsphäre sowie neue Geschäftsmöglichkeiten für Unternehmen im Online-Bereich ermöglicht. Sie soll die bisher geltende ePrivacy-Richtlinie (2002/58/EG) und die ergänzende sog. Cookie-Richtlinie (2009/136/EG) ablösen und – wie auch die DS-GVO – unmittelbare Geltung in allen EU-Mitgliedstaaten erlangen.

Allerdings ist es um das Gesetzgebungsverfahren ruhig geworden. So basiert der jetzige Entwurf noch auf einem Vorschlag der EU-Kommission vom 10. Januar 2017. Über den Rat der Europäischen Union befindet sich dieser derzeit in der Abstimmung zwischen den Mitgliedstaaten. Auf heftige Kritik stoßen vor allem die Kernpunkte des Entwurfs, die die Nutzung von Cookies und vergleichbaren Tracking-Technologien sowie das Direktmarketing und die Verarbeitung damit verbundener Kommunikationsdaten betreffen. Denn diese hätten weitgehende Auswirkungen sowohl auf Unternehmen der digitalen Wirtschaft als auch auf Endnutzer und wären deshalb mit erheblichen praktischen Herausforderungen verbunden. Fraglich ist daher, ob der jetzige Entwurf noch eine Chance hat, das Gesetzgebungsverfahren erfolgreich zu durchlaufen.

Der derzeit vor dem Europäischen Gerichtshof verhandelte Fall „Planet49“ (Rechtssache C-673/17) belegt gleichwohl die Aktualität der in diesem Kontext bestehenden praktischen Herausforderungen, vor allem die bereits de lege lata bestehende dahingehende erhebliche Rechtsunsicherheit. Insgesamt zeigen die aktuellen Entwicklungen, dass in diesem Bereich mit grundsätzlichen Änderungen für Unternehmen und Verbraucher zu rechnen ist.

Ziel der Veranstaltung ist es, den datenschutzrechtlichen Status quo hinsichtlich der Verarbeitung elektronischer Kommunikations- und Trackingdaten unter der DS-GVO im Zusammenspiel mit den nationalen Gesetzen, insbesondere UWG und TMG, zu analysieren und einen Ausblick auf die jedenfalls möglichen künftigen Änderungen durch eine EU-ePrivacy-Verordnung oder einen etwaigen Regelungsbedarf zu geben.

Mit der Veranstaltung soll – in Anknüpfung an die Tagung zur DSGVO im Jahr 2017 – wieder in den gemeinsamen Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis eingetreten und insoweit der rechtspolitische Diskurs um Notwendigkeit und Ausformung einer EU-ePrivacy-Verordnung im Gesamtzusammenhang des Datenschutzrechts gefördert werden.  

Gastgeber der Veranstaltung sind das Institut für Geistiges Eigentum, Datenschutz und Informationstechnologie der Ruhr-Universität Bochum (IGEDI) sowie der Bochumer Kreis Gewerblicher Rechtschutz e.V. unterstützt von WTS Legal Rechtsanwaltsgesellschaft mbH.

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Erster Bochumer Informationsrechts- und Informationssicherheitstag am 19. Mai 2017 zur EU-Datenschutzgrundverordnung und ihren Auswirkungen:

Am 19.05.2017 fand der erste Bochumer Informationsrechts- und Informationssicherheitstag zum Thema „Die EU-Datenschutz-Grundverordnung und ihre Auswirkungen“ statt.

Tagungsort/-zeit:
Bochum - 19.05.2017 - 10:00-17:00 Uhr
Blue Square Bochum, Kortumstraße 90, 44787 Bochum

 

Hintergrund:

Am 25. Mai 2018 wird die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) die nationalen Datenschutzgesetze in der EU – mit wenigen Ausnahmen – ablösen und damit einen neuen Rahmen für das europäische Datenschutzrecht vorgeben. Dies ist mit weitreichenden Konsequenzen verbunden, die gerade „online“ agierende Unternehmen vor Herausforderungen stellen werden. So enthält die DS-GVO – trotz Technikneutralität – vor allem technik- und internetrelevante Regelungen. Dies zeigt sich insbesondere durch spezifische Vorgaben zu Privacy by Design und Privacy by Default, durch das Recht auf Datenlöschung, das gerade im Hinblick auf veröffentlichte Daten gestärkt worden ist, durch eine Einschränkung des sog. Profilings sowie durch erhöhte Anforderungen an Transparenz und Sicherheit der Datenverarbeitung. Werden diese Anforderungen nicht umgesetzt, drohen künftig Bußgelder von bis zu EUR 20 Mio. oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes. Der Bochumer Informationsrechts- und Sicherheitstag möchte mit ausgewiesenen Experten aus Wissens

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