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Das Bochum-Tours-Seminar

Das Bochum-Tours Seminar (Journées d’Études Tours-Bochum) findet regelmäßig jeweils im Wechsel an der Ruhr-Univesität Bochum oder an der Université de Tours statt. Mehrere Tage lang kommen deutsche und französische Studierende, Doktorandinnen und Doktoranden sowie Professorinnen und Professoren zusammen, um gemeinsam aus der jeweiligen nationalen Perspektive aktuelle europarechtliche Probleme zu diskutieren und zu bewerten. Neben den beiden deutsch-französischen Studiengängen (Bachelor/Licence- und Masterstudiengang) bildet die gemeinsame Tagung einen Eckpfeiler der deutsch-französischen Kooperation beider juristischer Fakultäten.

Rückblick

„Souvent copié, jamais égalé!“ Claude Blumann

Die Initiative für diese akademische Partnerschaft geht auf den damaligen Dekan der Fakultät in Tours, Claude Blumann, und auf den Bochumer Alt-Rektor Knut Ipsen zurück, die beide eine langjährige Freundschaft verbindet.

Professor Dr. Dr. h.c. Claude Blumann, später Professor an der Universität Panthéon-Assas (Paris II) und ausgewiesener Experte für Europarecht, und Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Knut Ipsen, herausragender Völkerrechtler, verabredeten erstmals für das Jahr 1994 die Durchführung eines gemeinsamen Seminars in Bochum für Studierende beider juristischer Fakultäten. Der Fokus lag damals sowohl auf dem Völkerrecht als auch auf dem Europarecht. Nach und nach nahmen auch Doktorandinnen und Doktoranden sowie weitere Professorinnen und Professoren an den Seminaren teil. Man einigte sich, den Schwerpunkt im Europarecht anzusiedeln, und die Tagungen abwechselnd in Bochum und in Tours zu veranstalten.