“One Health is an integrated, unifying approach that aims to sustainably balance and optimize the health of people, animals, and ecosystems. It recognizes that the health of humans, domestic and wild animals, plants, and the wider environment (including ecosystems) are closely linked and interdependent. The approach mobilizes multiple sectors, disciplines, and communities at varying levels of society to work together to foster well-being and tackle threats to health and ecosystems while addressing the collective need for clean water, energy, and air, safe and nutritious food, taking action on climate change, and contributing to sustainable development.”
Diese Definition wurde während der COVID-19-Pandemie vom One Health High Level Expert Panel (OHHLEP) entwickelt, dessen Mitglieder ein breites Spektrum an Disziplinen aus Wissenschaft und politikrelevanten Bereichen vertreten, die weltweit für den One-Health-Ansatz von Bedeutung sind. OHHLEP versammelt Expert*innen für menschliche Gesundheit, Tiergesundheit, Pflanzengesundheit, Wildtierschutz, Nahrungsmittelproduktion sowie Umwelt und Ökosysteme und ist die wissenschaftliche und strategische Beratergruppe der Quadripartite, eines Zusammenschlusses der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH), der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP). Seit Ende 2021 arbeiten diese Organisationen zusammen, um den One-Health-Ansatz zu stärken und globale Gesundheitsherausforderungen anzugehen.
Der One-Health-Ansatz versteht sich als ein ganzheitlicher, interdisziplinärer Ansatz, der die wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen der Gesundheit von Menschen, Tieren und der Umwelt betont. Diese Zusammenhänge gewinnen insbesondere angesichts globaler Herausforderungen wie Zoonosen, Klimawandel, Antibiotikaresistenzen und Umweltverschmutzung an Bedeutung. Ziel des Ansatzes ist es, Gesundheitsfragen nicht isoliert zu betrachten, sondern unter Einbeziehung der Expertise verschiedener internationaler Akteure (WHO, WOAH, FAO, UNEP) zu lösen.
Aus juristischer Perspektive stellt der One-Health-Ansatz Fragen zur Gestaltung geeigneter rechtlicher Rahmenbedingungen, die eine effektive Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Humanmedizin, Veterinärmedizin und Umweltschutz ermöglichen sollen. Das Ziel ist es, nicht nur den Schutz der Gesundheit von Menschen, Tieren und der Umwelt gleichermaßen zu fördern, sondern auch die Einhaltung internationaler Standards sicherzustellen. Dies betrifft unter anderem Regelungen im Bereich des Infektionsschutzes, des Tierseuchenrechts, des Umweltrechts sowie der Gesundheitspolitik auf nationaler und internationaler Ebene.
Ansprechpartner: Nick Sternkopf (Wiss. Mitarbeiter)