Im Rahmen der Vorbereitung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung haben mehrere UN-Menschenrechtsexperten die enge Verbindung zwischen den Menschenrechten und den Zielen der Entwicklungspolitik betont: “Human rights norms and standards provide concrete guidance as to how goals and targets for the post-2015 development agenda should be framed. … Grounding development priorities in human rights is not only a legal and moral imperative, but can also enhance effectiveness and accountability.” (Statement by 17 Special Procedures mandate-holders of the Human Rights Council on the Post-2015 development agenda, 21 May 2013)
Es stellt sich die Frage, welche Bedeutung die starke Betonung des Menschenrechtsansatzes nun für die Umsetzung der Agenda in der Praxis hat. Diese und einige andere damit verbundene Probleme des Zusammenspiels von Entwicklungspolitik und Menschenrechten stehen im Mittelpunkt des Sammelbandes Sustainable Development Goals and Human Rights (Springer 2020), der als open access-Dokument verfügbar ist.
Die Wechselwirkungen und Verknüpfungen zwischen den Menschenrechten und der UN-Entwicklungsagenda werden außerdem in dem gemeinsam mit Wouter Vandenhole veröffentlichten Beitrag “The SDG agenda and human rights” analysiert. Der Beitrag ist erschienen in dem von Bård A. Andreassen herausgegebenen Research Handbook on the Politics of Human Rights Law (Edward Elgar 2023, S. 215-235).